Sonntag, 8. August 2010

Norwegen 2010



NORWEGEN  2010

Dienstag 29.6.2010-06-30 Fahrt von Traun nach Berlin Oranienburg

Abfahrt 10.30 …. An der Traunerkreuzung umgedreht weil wir keine Antenne für das Navi mithaben grrrmpff….. schlimm, weil die Hundis soooo traurig waren als wir abgefahren sind. Laufen mir voher auf Schritt und Tritt nach, ständig in der Hoffnung mizudürfen…..
Als ich sie beim Wegfahren streicheln will, hebt Whopie nichtmal den Kopf. Mir bricht fast das Herz *schluchz…..

Fahrt bei mind.30° … es ist sehr heiss …. Wolfi fährt, wir machen irgendwann Kaffeepause und um halb 3 wechseln wir und ich fahre durch bis kurz vor Berlin, dann Wolfi bis Oranienburg.
Dort finden wir in einem Seitengässchen einen super Platz zum Übernachten. Absolut ruhig,
Es ist halb zehn als wir dort ankommen. Wir essen noch Würstel ohne Senf lol…. Und fallen ziemlich k.o. ins Bett. Schlafen durch bis halb sieben früh. Es ist genial still dort… 2 Hundis mit Frauchen spazieren vorbei die sehen aus wie Whopie und Betty….

Mittwoch 30.6.2010
Fahrt von Berlin nach Kopenhagen

Abfahrt ca. 8 h in Richtung Hamburg - Flensburg - Odense - Kopenhagen. Es geht problemlos und schön dahin, in Dänemark ist unheimlich viel Verkehr auf der Autobahn.
Ankunft um 18 h,  19 km vor oder neben Kopenhagen finden wir auf Anhieb einen sehr netten Campingplatz.
Genial ist, dass es dort nicht nur Duschen gibt sondern auch ein Häuschen mit vielen Gaskochstellen und vielen Abwaschen. Sogar Töpfe, Teekesseln und Pfannen gibt’s. Ein Hafen ist direkt neben uns mit wunderschönen Booten. Wir essen noch eine Kleinigkeit und gehen eine halbe Stunde spazieren am kleinen Hafen entlang…. Dann noch ein bisschen lesen (das ebook von Dieter ist super) und schon ist es halb zwölf und Zeit zum Schlafen.



Donnerstag 1.7.2010
Kopenhagen - Jönköpping


Ich wach schon um 5 auf !!! Es ist ziemlich kalt im Womi…. Nach einer halben Std. mach ich Café mit unsrer Espressi…. Das ist DER Hammer! Wir stecken den E-Strahler an und bummeln rum bis um halb acht. Zahlen 265 dkr d.sind ca. 40 euro… Dann geht’s los nach Kopenhagen. Wir möchten schaun ob wir irgendwo eine Stadtrundfahrt machen können. Ein netter Campingnachbar erklärt uns wie wir am Einfachsten nach Kopenhagen reinkommen… er fährt uns vor bis zur Sbahn Station und wir lösen Tickets und sind nach 10 Stationen mitten in Kopenhagen.  Ein schöner, alter Bahnhof!
Gegenüber der weltbekannte Vergnügungpark Tivoli… leider keine Zeit… wir suchen uns eine City Sightseeing Tour…. Die Busse stehen rum, in rot, grün, lila… und kaufen Karten… 50 Euro für 2 Personen, sie gelten allerdings 2 Tage und die Fahrt dauert 1 ½ Std. … wir spazieren noch ein bisschen rum und um 10 geht’s los….
Eine wunderbare, alte, wirklich sehr reizvolle Stadt, die sicher mehr als ein paar Stunden Aufmerksamkeit verdient hätte. Der Kopfhörer-Führer erzählt uns alles mögliche.. Christiania ein kleiner Stadtteil in dem immer noch eine Art Hippies leben hat mich besonders beeindruckt *gg….. Die Wände dort voller Graffities ansonsten kann man von aussen nicht viel sehen!

Nach der Stadtrundfahrt  bummeln wir noch ein wenig rum, essen einen Big Mac und trinken ne Cola und dann geht’s per S-Bahn zurück zum Womi…. Kaffee und Croissants und los geht’s Richtung Schweden….


Leider vergess ich dem Navi zu sagen, dass es Fähren „meiden“ soll und geb gleich Oslo ein…. Also fahren wir mal ca. 25 km… bis ich draufkomm…. Umprogrammiert auf „Malmö“, umgedreht, falsche Richtung … und dann dauerts gar nicht lange, wir kommen in den Tunnel, fahren unter dem Meer scheinbar endlos lang, ( ich mag Tunnels nicht besonders) und dann geht’s raus auf die Oresundbrücke, ein imposantes Bauwerk, ebenso wie der Tunnel . 16 km lang ist die gesamte Verbindung von Küste zu Küste und wurde am 1.Juli 2000 fertiggestellt. Unglaublich eine Bauzeit von nichtmal 6 Jahren für solch ein Werk ……

Wir sind  in Schweden …. Malmö…. Weiter fahren wir nach Helsingborg… unterwegs programmieren wir um, wir wollen doch nicht gleich rauf nach Oslo, sondern beschliessen auch einen Teil von Südschweden anzuschaun…. Wir fahren bis Halmstad links oft das Meer, rechts Felder, Wiesen, Pferde, Kühe, Schafe und Getreide…..und immer wieder die süssen kleinen schwedischen roten Häuschen….. in Halmstad  runter von der Autobahn und ca. 150 km  rechts und links immer Wald… wunderschön, die Strasse meist nur 2 spurig… fast immer ganz gerade, aber stetig ganz leicht bergauf immer wieder kleine Seen rechts und links… Dann sind wir in Jönköping, einer schönen, alten Handelsstadt, altbekannt durch seine Zündholzindustrie.
Das Schönste aber,   ein Riesensee----der „Vattern“ über 100 km lang, man sieht kein Ende…


Etwas hektisch suchen wir einen Campingplatz.. ich fahre Wolfi co-pilotiert (oder auch nicht) meist keppelt er mit mir weil ich falsch gefahren bin, sagt mir aber nicht wo ich fahren soll….. ich kann nicht fahren und Karte lesen zugleich grrrmpf….. ich fahr links vom See weiter und plötzlich nach ein paar Kilometern in denen mir die Sonne von links ins Gesicht knallt sodass ich kaum noch schaun kann, ein Schild „Campingplatz“ … Steuer rechts rum und schon sehen wir einen entzückenden kleinen Platz, mitten im Wald… einer sitzt am Lagerfeuer, ein paar Leute sitzen auf Holzbänken, trinken was, ein paar Hunde spielen… schön… leider hört man die Strasse ziemlich laut, aber was solls, wir haben ein Nachtquartier. In Schweden sind Wildcamper nicht gern gesehen, also opfern wir wieder 30 Euro (225 skr).. aber auch hier gibt’s einen E-Herd, Waschmaschine und Trockner und natürlich Duschen ….. ein Spaziergang runter zum See, ein paar schöne Sonnenuntergangsfotos und der Abend ist zu Ende. Es ist jetzt 23:25… und eigentlich wollte ich ein bissl stricken oder lesen… aber jetzt nix wie ins Bett…

Freitag 2.7.2010
Jönköpping (Schweden) –Drammen (Norwegen) 

Herrlich geschlafen bis um fast 9 h ….. Wolfi hat frisches Gebäck bestellt, Eier gibt’s auch am Campingplatz und wir vergönnen uns Ham and eggs. Gegen halb elf brechen wir auf.  Wir fahren nicht Richtung Oslo, sondern Richtung Drammen. Kurz vor der norwegischen Grenze ist ein Riesensupermarkt…. Weil wir genug vom Fahren haben, und auch mal einen schwedischen SM von innen sehen möchten, bleiben wir  stehen und gehen rein…. Ein Waaahnsinnswarenangebot …. Unglaubliche Mengen alleine an Zuckerlzeugs…. An der „warmen Theke“ gibt’s Spareribs und Hendln schon schön verpackt und wir beschliessen unsre Dosen zu lassen wo sie sind und uns ein Hühnchen zu gönnen. Salat gibs auch, Essig hab ich leider vergessen, also schütten wir die Marinade von den Essiggurkerln drüber. Schmeckt gar nicht mal schlecht. …. Dann gibt’s noch Kaffee und Blätterteiggebäck und weiter geht’s!

 Ein Tunnel unter dem Meer, ca. 15 km führt uns (natürlich gegen Gebühr aber die ca. 8 euro war das allemal wert) nach„Drammen“ das grottenhässlich ist, viel Industrie hat  und  so ist der erste Eindruck von Norwegen momentan eher enttäuschend. Aber es geht weiter Richtung Süden, wir wollen die Route 1 aus dem Reiseführer nehmen die von Kristiansand rauf bis nach Trondheim führt. Also fahren wir noch ein Stück weiter runter bis „Horten“. Eigentlich wollten wir „wild“ campen, aber wir landen bei einem Campingplatz, stellen uns daneben hin und trinken Kaffee…. Es dauert keine 10Min. bis  ein netter Norweger Geld von uns möchte. Wir erklären ihm, dass wir nicht hier nächtigen sondern nur Kaffee trinken und er zieht wieder ab. Wir auch lol…. kurven ein wenig rum und landen………….am Hafen…. Kein großer sondern nur so ein Miniding mit einer Anlegestelle für die Fähre. Ein Womo steht schon dort, wir stellen uns daneben und gehen zuschaun wie die Fähre ent- und beladen wird. …. Sie verkehrt jede halbe Std. 24 Std. lang… und es gehen Unmengen von Fahrzeugen in ihren riesigen Bauch….. Was eine Fahrt kostet, lässt sich nicht feststellen, das Gate ist zu weit weg. Wir schaun und als ich auf die Uhr schau ist es 23 h… es ist taghell, wirklich, man könnte ohne weiteres auf der Strasse Zeitung lesen. Es ist auch noch voll viel los, Die kleine Kneipe noch voll und die Kinder spielen am Hafen. So als wärs 18 h ……Die Temperatur ist auch eher südlich, es hat sicher noch um die 25°…. Wieder ist es 23.3o als wir schlafen gehen. Wir stellen uns den Wecker denn ab 8 h ist der Parkplatz gebührenpflichtig und Strafe zahlen wollen wir nicht.

Samstag 3.7.2010
Drammen - Dombas

Nachdem Wolfi gestern total entsetzt festgestellt hat, dass wir für diese Route relativ viele Fähren brauchen und wir eigentlich vom südlichen Norwegen nicht sooo begeistert sind, beschliessen wir die Route 2 zu nehmen.

Oslo - Fagernes - Gjendesheim - Vagamo - Dombas - Andalsnes - Geiranger - Stryn - Briksdalsbre - Fjaerland -Voss - Geilo - Gol - Oslo……

Die Gegend dort dürfte eher unserer Vorstellung von „Norwegen“ nämlich, Fjorde, Seen, Wälder und Einsamkeit entsprechen. Im „Süden“ ist zuviel los…

Also fahren wir zurück Richtung Oslo, die 60 km nehmen wir in Kauf, wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht….IRauf geht’s bis nach Fagernes auf der Autobahn größtenteils. Die ist im Gegensatz zu den Bundesstrassen bei denen man alle paar Meter Maut zahlt, gratis. Am Ende der Autobahn „darf“ ich fahren…. Na wie geht’s wohl weiter??? Auf einer Bergstrasse hoch und immer höher, unten liegen Fjorde oder sinds Seen? Die Strasse ziemlich schmal, aber ich komm überrachend gut zurecht. Ein paar Mal will der Gang nicht so wie ich aber es geht alles gut.
 Gegen 14 h sind wir in Fagernes, machen einen Spaziergang durch den kleinen hübschen Ort, schaun in eine kleine Galerie rein, ich verlieb mich sofort in eine eigentlich potthässliche) Statue einer Frau mit Riesenwimpern und Hängebusen… widersteh der Versuchung für sie 60 Euro (5000 nkr) auszugeben und wir gehen zurück zum Womi. Wolfi stellt fest, dass bei einer Radmutter Öl ausrinnt und da vielleicht ein Radlager kaputt ist und wir dann nichtmal mehr nach Haus fahren können …..blablabla.. Mich packt natürlich sofort das nackte Entsetzen !!!! Ohhh nein, ich will nicht zurück, ich will zum Geiranger Fjord von dem ich schon soviel tolles gelesen hab!!!!!!!!!! Wir tanken und fahren weiter als wäre nichts…. Verstehe einer die Männer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Bis 17 h fahren wir (Wolfi) noch ca. 30 km Richtung Vagamo… eigentlich wollten wir bis Gjendesheim. Den Ort kennt aber unser Navi leider nicht. Aber: ich glaub genau da sind wir gelandet….Der Campingplatz heisst „Beito“…ein  Hochplateau mitten im Jotunenheimen, dem höchsten Gebirge Norwegens/Skandinaviens. Ein schöner Campingplatz neben der Strasse… riesig… nicht so teuer (255 nur)… aber: duschen kostet für 3 Min. ca.  1 Euro lol…. Naja, wenn man nicht auf zuviel Sauberkeit Wert legt, und sich stundenlang schrubbt, dann geht das schon.

Ganzen Tag wars sehr warm, das Thermometer zeigt 28°… und jetzt regnets. Egal, wir stehen und haben ein Dach über dem Kopf, einen vollen Kühlschrank und werden uns jetzt einen gemütlichen Abend machen. ….
Der Regen hat nach einer Viertelstunde aufgehört …. Es ist 22 h und wir haben uns grad einen Krimi angeschaut (entführt ich hol dich zurück oder so ähnlich, war gut).. Und jetzt wollen wir uns bewegen und gehen noch fast 1 ½ Std, spazieren. Raus aus dem Campingplatz und rauf in den „Ort“ oder wie man das nennen will….. Sieht aus wie in Obertauern nur „norwegischer“ was heisst die Hotels und Geschäfte sind alle aus Holz und die kleinen Gebäude haben grasbewachsene Dächer. Das sieht so süß aus!!!


Dann geht’s zurück und ab ins Bett….
Am Morgen um SIEBEN weckt mich mein Süsser…. Na gut…. Draußen ist tolles Wetter, wir frühstücken vor dem Womi und dann rein in die Bergschuhe und raus aus dem Campingplatz, bis in den Ort gefahren und dann gehen wir die Lifttrasse ein Stückerl entlang und dann seitlich rauf…. Ein paar Bergmarathonläufer überholen uns 3 x … die rennen da rauf, vorneweg einer der sicher schon ziemlich über 50 ist. Unglaublich! Sie wenden immer oben an der Liftstation und rennen runter und wieder rauf… Mir wird schon vom Zuschaun schlecht.


Wir haben einen Rucksack…. Und einen halben Liter Mineralwasser drin…. Ein Taschentuch hab ich in der Hose…. Und neue Bergschuhe hab ich auch *grins…


Oben beim Lift siehts gut aus….ein Riesenhochplateau von dem aus sich viele Gipfel erheben…. Naja, es sind keine Gipfel wie der Hochlecken, halt einfach Erhebungen…. Wir beschliessen zu einem rüberzugehen… es geht einen markierten Weg entlang, wir kraxeln auf das Bergerl von dort geht’s wieder runter und auf das nächste usw….. Wetter ist toll, die Sonne brennt runter, einfach super…. Nach 2 Std. sind wir aber doch ziemlich hungrig… schließlich ist es 13 h vorbei… aber es gibt nur ein paar Schluck Wasser….. Ein norwegisches Ehepaar treffen wir ein paar Mal… sie gehen mit ihrem schwarzen langhaarigen Hund… da oben gibt’s nicht nur Moor über das immer wieder Holzstege gelegt sind, sondern auch Seen….Er geht baden (der Hund)…was mir leidtut ist, alle Hunde sind angeleint. Die Frau fängt ein Gespräch an, (Norweger sind wirklich nette, freundliche Leute wie im Reiseführer steht) Sie erzählt ihr Sohn lebt seit 1993 hier in der Gegend, sie selber in der Nähe von Oslo… und sie waren auch schon in Österreich… in Mayrhofen im Zillertal J)) Um 14h sind wir wieder unten.. Essen eine kleine Tafel Schoki und fahren noch ein Stück bis zu einem netteren Parkplatz. Da gibt’s dann Gebratenen Leberkäse und Pürree. Dann geht’s weiter.


Erstmal bergab aber nur ein wenig und dann wieder rauf, rauf, rauf. Die Strasse ist schön, breit und gut ausgebaut, aber es ist viel Verkehr. Klar, jeder will diese tolle Ggegend sehen….. Es wird immer spektakulärer, wir fahren mitten im Gebirge aber es sieht nicht aus wie bei uns, es ist eine Art Hochebene, über der Baumgrenze, hier gibt’s nur Flechten und Steine… es sieht aus wie auf einem andren Planeten… die Berge sind etwas weiter weggerückt und teilweise noch schneebedeckt. Dazwischen sind kleine Seen vom Schneewasser… Nicht direkt schön, aber unglaublich beeindruckend diese Gegend.. so was haben wir noch nie gesehen. Auf einem großen Parkplatz ist der höchste Punkt der Strasse die „Valdresflya“ bleiben wir stehen… es sind schon mehrere Autos dort, auch ein Bus und viele, viele Japaner mit Fotoapparaten lol…
Ein lustiger nicht mehr ganz junger Ire kreuzt mit dem Fahrrad durch Norwegen...


Dann geht’s langsam aber stetig bergab, die Bäume kommen wieder, der Wald geht überall bis zur Strasse und immer wieder gibt’s Seen neben der Strasse…. Und Flüsse mit Stromschnellen.
Langsam wird’s wieder ein bissl belebter und wir kommen nach Vagamo.



Nachdem mir Wolfi schon ein paar Stavskirchen unterschlagen hat, will ich diese hier unbedingt besichtigen. Sie lohnt es auch. Traumhaft schön, alles aus Holz und mit buntbemalten Figuren und Figürchen. Ich muss sogar ein Prospekt kaufen (für die Moni)
Wir sind auf der 15 und wechseln in „Otta“ auf die berühmte E6 (die ans Nordkap geht)
Richtung Dombas.
In Dombas ist ein grosser Campingplatz, wir sind müde und bleiben da….. Preisgünstig… 180 nur… das sind grad mal 20 euro… sogar Brot kriegen wir obwohl Sonntag 18 h ist….
Wie fast überall gibt’s auch hier Internet… gratis…. Wir sitzen noch ein bisschen draußen, essen eine Kleinigkeit und ich schreib noch ein wenig am PC, spiel die Fotos rauf und dann ist es schon wieder halb zwölf und wir gehen schlafen.

Montag 
5.7.2010 Dombas - Trondheim

Um halb neun wachen wir auf, Frühstück ein bisschen skypen mit Dieter (endlich sind wir mal beide online) ich kann sogar ein paar Fotos schicken…. Und dann Reisebericht schreiben und jetzt fahren wir los… ich bin gespannt was uns da erwartet… schreibt doch der Reiseführer:


„Über Dombas gelangt man schließlich n das dünn besiedelte „Romsdal“, das kurz vor Andalsnes mit der 1000 m hohen senkrechten Trollwand und dem nicht minder imposanten Romsdalshorn seine Höhepunkte hat. Bald darauf führt die Straße in Serpentinen den Trollstigen, eine der beeindruckendsten Straßen Norwegens hinauf. Den Aussichtsunkt auf der Passhöhe sollte man nicht versäumen. Spektkulär geht es weiter: Durch das Mairdal hinunter zum Fjord, über den eine Fähre pendelt, und erneut ins Gebirge, um in Serpentinen auf der Adlerstraße hinunter nach „Geiranger“ am Geirangerfjord zu gelangen……“


Tja… und ich hab doch solche Angst vor Pässen und Serpentinen,… aber da muss ich wohl durch…
Abends mehr….

Die Angst war -zumindest heute - unbegründet, wir haben in Dombas beschlossen doch noch ein Stück weit nach Norden zu fahren und zwar bis nach Trondheim …
Es sind 200 km, also eigentlich bei diesen Entfernungen ein Katzensprung (inzwischen haben wir schon 3.200 km runtergeradelt)…. Die Fahrt lohnt auf alle Fälle, man sieht wieder ein ganz anderes Norwegen…über das Dovrefjell, die E6 geht rauf bis aufs Nordkap, ist gut ausgebaut, immer Tempo limitiert, meist 80 kmh aber sehr oft nur 70 oder 60... Aber immer nur wenn wirklich nötig ist, weil Kurven sind oder Orte (was kaum vorkommt)…. Die Gegend ist da schon sehr, sehr dünn besiedelt, aber wunderschön weil rechts und links nur Wald, Wald, Wald und daneben meist ein Fluss…. Hin und wieder ein paar einsame Häuschen und das wars auch schon… Es geht bergauf bis  Oppdal und dann bis ca. 50 km vor Trondheim immer leicht bergab.
Gegen 15 sind wir in Trondheim, nach kurzer Zeit finden wir einen Parkplatz, mitten in der Stadt, ich frage zwei Norwegerinnen wie die Parkuhren hier funktionieren und erfahre, dass eine halbe Std. das Minimum (20 nkr) und 5 x eine halbe Stunde das Maximum sind. Wir haben 45 in Münzen die werfen wir ein und dürfen 2 Std. parken…. Wir stehen direkt den bunten Lagerhäusern am Nidelv  die auf Pfählen stehen… fotografieren und gehen dann Richtung Altstadt… spazieren durch die  Fussgängerzone und schaun uns  den Markt am Hauptplatz an.


Dann geht’s natürlich in den berühmten Nidaros-Dom der wirklich total sehenswert ist mit seinen wunderbaren Kirchenfenstern, ein absoluter Traum.



Um 17 h fahren wir nach „Flakk“ hier gibt’s einen Campingplatz, schön am Fjord gelegen, daneben eine Fähre…. Da regnets, ist aber nur ein Gewitter, im Handumdrehen scheint wieder die Sonne, wie fast den ganzen Tag. Es sind zwar immer Wolken am Himmel aber es ist warm, so warm wie wirs uns nie für Norwegen erträumt hätten.
Und: es gibt auch hier wieder Gratis Internet… Um halb zehn, schaltet der nette alte Herr an der Rezeption der ausgezeichnet deutsch spricht aber anscheinend den Router aus, denn plötzlich ist Schluss mit der Verbindung. Aber wir sind ja nicht zum skypen hier… Wir schaun uns den Sonnenuntergang an, es ist 23:45h als dieses Bild entsteht



Dienstag 6.7.2010 
Trondheim – Andalsnes (Romsdal)

Wir schlafen fast bis 9 h…. egal, hier hat man alle Zeit der Welt. Gemütliches Frühstück, duschen und dann geht’s zurück nach Dombas. Wir wollen ja rüber auf die Strecke die wir eigentlich geplant haben, heute bis Andalsnes  durch das Romsdal, das kurz vor Andalsnes mit der 1000 m hohen senkrechten Trollwand und dem nicht minder imposanten Romsdalsorn seine Höhepunkte hat.(so der Reiseführer)



Die Fahrt auf der E 6 ist heute total gemütlich, sehr wenig Verkehr im Vergleich zu gestern. Wir machen mal Rast, essen eine Suppe, trinken Kaffee, tanken und dann sind wir auch schon wieder in Dombas. Wolfi ist nicht müde, will noch rüberfahren die Romdsdal-Strasse…..

Dort ist einiges los an Verkehr, viele LKW´s begegnene uns, die Strasse ist aber sehr gut ausgebaut und meine Angst war völlig unbegründet. Zuerst geht’s immer rauf…. Auf beiden Seiten Almwiesen und viele norwegische Bauernhäuser…. Das Heu ist im Vergleich zu unsrem sehr bescheiden….. Wir besuchen das erste mal einen Einkaufsladen „Coop“ ein winziges Tante Emma Lädchen, aber es gibt alles…. Zu fast unerschwinglichen Preisen allerdings. Wir kaufen was wir brauchen und fahren weiter…. Plötzlich sind wir mitten in den Bergen, rechts und links gehen fast senkrechte Wände rauf… überall die Zeichen für „schöne Aussichtspunkte“ Wir nehmen zumindest an, dass diese verschlungene Dinger auf den Verkehrsschildern das bedeuten. Fahren mal links rein bei so einem Hinweis und sind überwältigt. Der links von uns verlaufende Fluß ist dort ein rauschender, reißender, unheimlicher Strom. Es ist gigantisch anzuschaun. Wir machen unzählige Fotos. Eine tolle, alte Steinbrücke drüber ergibt die perfekte Kulisse zum Fotografieren.


Die Strasse führt weiter seitlich in die Berge rein, wir fahren ein Stück, traun uns aber dann nicht weiter, man weiss ja nie bei solchen Seitenwegen ob es die Möglichkeit umzudrehen gibt. Also kehren wir um wo´s noch geht und fahren zurück auf die Hauptstrasse und weiter neben den imposanten Felsriesen…. Fast 100 km geht die Fahrt, ca. die Hälfte davon zwischen den Felswänden. Dann wird’s wieder flacher und schon sind wir kurz vor Andalsnes.
Die Trollstigen, eine der beeindruckendsten Strassen Norwegens wie der Reiseführer sagt steht morgen auf unsrem Plan.

Den heutigen Tag beenden wir auf einem Mini-Campingplatz mit nur 2 Toiletten und 2 Duschen. Aber Strom gibt’s . Neben uns rauscht –hier ganz friedlich und harmlos der Fluss der uns die ganze Fahrt begleitet hat. Wir essen Spaghetti Carbonara und schaun die 167 heute geschossenen Fotos an…..

Mittwoch 7.7.2010
Fahrt von Andalsnes – Trollstigen – Adlerstrasse – Geiranger – Geirangerford - Stryn

Wir fahren gegen 9 h weg vom Campingplatz  und nach ein paar Kilometern geht’s los rauf auf die Trollstigen.


Die Trollstigen eine Passstraße im Herzen Romsdals ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Norwegens. Gewaltige Berge mit  Namen wie Kongen (der König), Dronningen (die Königin) und Bispen (der Bischof) umgeben die Passstraße.

Wikipedia erzählt dazu :
Der Trollstigen ist Teil der Provinzstraße 63 und führt vom Isterdal in elf Haarnadelkurven mit etwa 12 Prozent Steigung hinauf zur Passhöhe. Dabei überwindet sie eine Höhendifferenz von 405 m und erreicht an ihrer höchsten Stelle 700 moh. Auf halber Strecke führt die Straße, die Teil der Goldenen Route ist, zudem über einen eindrucksvoll rauschenden Wasserfall, den 320 Meter hohen Stigfossen. Die Passstraße wird umrahmt von den Bergen Bispen (dt. „Bischof“, 1.450 m), Kongen (dt. „König“, 1.614 m) und Dronninga (dt. „Königin“, 1.701 m). Die Strecke ist witterungsbedingt nur im Sommer geöffnet und kann von etwa Mitte Mai oder Anfang Juni bis Ende September befahren werden.

Der Wasserfall Stigfossen rauscht die Bergwand 180 m tief in Richtung des üppigen Tals Isterdalen hinunter. Er ist der vierthöchste Wasserfall der Welt. Und mitten drin windet sich in elf Haarnadelkurven der Trollstigen die Berge bis auf eine Höhe von 852 Metern über dem Meeresspiegel hinauf. Es ist unglaublich!



Mir wird schon schlecht wenn ich da nur raufschau…. Nach der 1.Kehre ein Rastplatz mit Aussicht rauf, die Autos und die vielen Busse die da runterkommen sind winzigklein…. Es sind 11 Kehren…. Wir fahren und fahren, die Aussicht wird immer imposanter, besonders die nach unten….. Beruhigungstabletten gegen Fahrangst sind da sehr nützlich. Ungaublich wir sind sprachlos vor soviel Naturschönheit. Die Strasse ist  gut ausbaut und es sind dauernd Ausweichmöglichkeiten für den Gegenverkehr. Irgendwann sind wir oben…..
Eine Großbaustelle mit Kränen… es wird anscheinend ein Restaurant oder Ähnliches gebaut… wir gehen die Aussichtsstiegen runter (oder wars rauf?) da sind Plattformen rausgebaut um den besten Ausblick zu ermöglichen. Wunderbar…. Ein paar Menschen weniger wären nicht schlecht, aber natürlich sind wir nicht die Einzigen die das alles sehen wollen.

Weiter geht’s runter von der Passhöhe, ganz langsam, wir sind in einer andren Welt, Schnee ist, nicht überall, aber viele, viele Schneeflecken…. Seen und nackte Felsen.



So geht’s eine ganze Weile dahin, nicht unbedingt schön, aber imposant. Dann langsamkommen wir wieder runter zur Baumgrenze, es wird wieder grüner, das Mairtal beginnt… Immer wieder gibt’s Aussichtspunkte an denen wir stehen bleiben. Wasserfälle, Strudel ….. und plötzlich sagt Navi-Susi, wir müssen links abbiegen, ok, tun wir und schon stehen wir vor der Fähre.


Sie scheint auf uns gewartet zu haben lol…. Ca. 10 Autos sind vor uns wir zahlen (80 nkr. 10 euro ca.) und los geht’s. Ich muss natürlich ganz rauf, es nieselt und ein starker Wind geht. Ein paar Fotos und wieder runter ins warme Auto… und schon sind wir drüben. Die Fart hat vielleicht 15 Minuten gedauert. Schade, ich wär gern länger gefahren…. Drüben geht’s sofort wieder bergauf. Die Adlerstrasse rauf. Sieht zwar von unten nicht so toll aus, weil man nicht raufsieht wie auf den Trollstigen aber sie ist fast noch schlimmer zu fahren. Nicht so breit ausgebaut, nicht so viele Ausweichmöglichkeiten aber noch mehr Busse…..ein Albtraum für mich, aber auch der geht vorüber und die Aussicht entschädigt für sämtlichen Todesängste die man aussteht. Plötzlich sind wir oben und man sieht runter auf den 15 km langen  Geirangerfjord, eine Fortsetzung des Sunnylvsfjords, der wiederum ein Seitenarm des Storfjords ist. Am Ende des Geirangerfjords, ca. 100 km von der Küstenlinie entfernt, liegt der Ort Geiranger.


Der Fjord liegt da wie aus einem Bilderbuch…. Von beiden Seiten die bewaldeten hohen  Berge unten das tiefblaue ganz ruhige Wasser…. Sieht aus wie ein See…. Und drauf schwimmen wie Spielzeugboote grosse Hochseeschiffe…Eines ist die Aida, die beiden andren hab ich vergessen… Sie gehören vermutlich zur Hurtigrute eine Schiffahrt die von Bergen bis Kirkenes die Küste abfährt. Irgendwann werden wir mit der mal fahren……….
Eigentlich wollen wir in Geiranger bleiben, aber da ist voll viel Verkehr, ein mords Wirbel mit Autos und Fahrrädern, Motorrädern….. alles geht kreuz und quer man hat kaum Zeit zu schaun und schon sind wir draussen und es geht wieder aufwärts…. Eine neue Panoramatour zwischen Fjell und Fjord…. Richtung Stryn…. Dann kommen Tunnels, 3 oder 4…. Zwar breit aber kaum beleuchtet, unheimlich. Sie sehen aus als wären sie nur aus dem Felsen gehauene Löcher aber an manchen stellen scheint es auch Beton zu geben. Andre wieder sind wirklich nackte Felsen. Man sieht wenig, dafür kommen Busse und LKW´s entgegen. Ich bin heilfroh, dass nicht ich fahren muß. Wolfi meistert das bravourös. Dann kommt ein Campingplatz und ich besteh drauf nicht mehr weiterzufahren. Es reicht für heute….. wir stellen ab, spazieren ein bisschen rum… gegessen haben wir unterwegs. (Spiralis mit Speck und Zwiebeln und geschnetzeltem Käseleberkäs… total lecker)… lesen und schlafen….. Bis 9 h…. ich hörs aufs Autodach regnen und schlaf weiter als ich um 7 mal aufwache… um 9 die Fenster auf… es ist „Norwegenwetter“… die Sonne scheint, 5 Minuten später nieselt es, gleich drauf wieder Sonne.
Und jetzt Reisebericht geschrieben und wir fahren los… nach Strynn und dann der Strasse des Fjorduferns folgend nach Olden und von dort zum Briksdalsbre… Eine Gletscherzunge zu der wir wandern wollen…..


Donnerstag 8.7.2010 
Fahrt Stryn - Briksdalsbree


Tja, wie gesagt, wir fahren die 20 km bis Strynn, dort verspricht ein Strassenschild eine Camping-Wartestelle. Wir tanken, parken und gehen ein bisschen im Ort spazieren. D.h. wir wandern die Strasse die durch den Ort geht entlang, schaun in ein paar Geschäfte rein, kaufen in einem Coop Markt ein (wie sich später rausstellt das bisher beste norwegische Brot mit Sonnenblumenkernen) ein paar Bollar mit Schokolade, Pfeffer (ich hab so ziemlich sämtliche Gewürze zuhaus vergessen) und  fahren weiter. Die Servicestelle haben wir nicht gefunden aber egal, die Anzeigen stehen noch nicht auf voll….

Wir wollen in den Jostedalsbreen-Nationalpark (norwegisch Jostedalsbreen nasjonalpark) das ist ein 1.310 km² großer Nationalpark in Norwegen. Der Park liegt in der Provinz Sogn og Fjordane und gehört zu den Gemeinden Balestrand, Luster, Sogndal, Førde, Jølster, Gloppen und Stryn, außerdem grenzt er an das Nigardsbreen Naturreservat.
Gegründet wurde der Park 1991, um die dortige, weitestgehend unberührte, große Gletscherlandschaft mit ihrer Flora und Fauna zu schützen. Im Nationalpark liegt der Jostedalsbreen, welcher der größte Gletscher des europäischen Festlandes ist

Nach links abbiegen sagt das Navi, die Strasse wird etwas schmäler, aber die Landschaft immer schöner, rechts liegt ein Fjord? See?… Wasser, endlos blaugrün, rechts und links Felswände, wie aus einem alten Winnetou Film. Das Navi lotst uns bis nach Olden, Briksdalsbree kennt es nicht, aber das wird wohl angeschrieben sein.  Ist es auch, 24 km…. Die Strasse wird noch schmäler, keine Leitschienen, hin und wieder Gegenverkehr, auch mal ein Bus, aber es ist nicht schlimm…… bis auf die Tunnels, ein oder 2 die plötzlich wie aus dem Nichts auftauchen.. völlig unbeleuchtet innen, man kommt aus dem Sonnenlicht in totale Dunkelheit. Erst als wir wieder raus sind ( 500 m ca.) realisiere ich, dass er einbahnig war, es konnte also nichts entgegenkommen. Trotzdem, es erscheint mir auch im Nachhinein noch gefährlich …..


 Und dann sind wir da! Ein reißender Fluß, viele Wasserfälle stürzen von den Felswänden rund um uns und zwei Gletscher sind plötzlich da. Ein Parkplatz (5 Euro für einen ganzen Tag… das ist ja fast geschenkt) und rechts davon ein Campingplatz. Den nehmen wir. Oha, ein Luxuscampingplatz! Hier gibt’s nicht nur sehr schöne (und viele) Duschen und WC´s, nein auch eine Damen und eine Herrensauna (geheizt von 17.-19 h….)….Ein Pavillon aus rustikalstem Holz mit toller rustikaler Einrichtung, 3 Griller und ein total uriger Holzfeuerplatz –auch zum Grillen mit Dunstabzug darüber warten aufs Benutzen. Ein Schild fordert sogar dazu auf sich zu bedienen. .. 


Wir essen Fertigfutter von Inzersdorfer „Hähnchenbruststreifen mit Gemüsereis, dazugemischt ein paar übrige Nudeln von gestern, nachgewürzt mit Chili und etwas Bratensaft aus dem Glas und  fertig ist das Gourmetmenü :-) Kaffee und norwegisches Hefegebäck mit Schokolade (wo ist denn die?) und wir sind rundherum zufrieden.

Wir spazieren noch ein Stück rauf bis zu einem Busparkplatz, schaun in den riesigen Souvenirshop rein , das Wetter ist gut, nicht zu kalt , ich würd gern heute gleich zum Gletscher aber Wolfi möchte morgen. Also gut, dann hoffen wir eben, dass morgen gutes Wetter ist.
Noch ein wenig Bericht schreiben und schon ist es wieder 20.00 und der Gletscher ist in hellstes Sonnenlicht getaucht. Unglaublich! Ich muss ein Foto machen!

Freitag 9.7.2010
Briksdalsbre zum Gletscher – Fahrt Briksdalsbre – Olden – Bykjelo –Skei – Fjaerland -Balestrand


Um halb acht stehen wir auf, das Wetter ist schön (wie immer) ein kurzes Frühstück und bevor die vielen Touris kommen los Richtung Gletscher.  Nach einer halben Stunde auf einem schönen Strasserl, bergauf, sind wir am tollsten Wasserfall den wir je gesehen haben.


 Riesige Massen stürzen herunter, wir sind nass von oben bis unten. Sogar meine Olympus streiikt kurzfristig. Ziemlich kühl ist es hier brrr….. wir holen unsre Jacken aus dem Rucksack und dann geht’s weiter….. nach einer Stunde haben wir den Gletscher erreicht- Die Gletscherzunge (eigentlich ist sie ja nur eine Zunge vom „Jostedalsbre“.


Der Jostedalsbreen ist der größte europäische Festlandsgletscher.



Er liegt im Norden der Provinz Sogn og Fjordane nördlich des Sognefjords und ist in Nord-Süd-Richtung etwa 100 km lang und in der Ost-West-Richtung etwa 15 km breit. Die Eisschicht ist bis 500 m dick. Die Fläche beträgt etwa 487 km².
Das Plateau des Gletschers befindet sich in einer Höhe von 1600 bis 1900 Metern über dem Meer. Einige wenige Gipfel wie der Suphellenipa (1731 m) oder der Lodalskåpa (2083 m) ragen aus dem Gletscher heraus.
Der Jostedalsbreen ist kein Überrest der letzten Eiszeit, sondern entstand erst später, als ab ca. 500 v. Chr. eine Klimaverschlechterung einsetzte. Durch die Abkühlung konnten sich in der Region Gletscher bilden. Um 1750 war das Klima am kühlsten (siehe auch: Kleine Eiszeit) und die Gletscher Norwegens hatten ihre größte Ausdehnung. Seitdem sind sie tendenziell geschrumpft.
Seit 1991 gibt es zum Schutz der Natur den Jostedalsbreen-Nationalpark mit einer Fläche von 1.310 km².

Der Reiseführer sagt dazu:
„Egal von welcher Seite man sich dem Jostedalsbre nähert, die Eismassen des größten Gletschers auf dem europäischen Festland sind beeindruckend. Nicht versäumen sollte man einen Ausflug zu den Gletscherzungen Nigardsbre und Briksdalsbre“. 

Unglaublich beeindruckend liegt er vor uns blau schimmern die Eismassen in der Morgensonne….daneben ein riesiges Schneefeld…. Eine Absperrung warnt hier weiterzugehen.
Wir halten uns dran und bleiben einige Zeit an dem Gletschersee der sich dort gebildet hat sitzen und geniessen den wunderbaren Ausblick. Die Besucher werden mehr, es gibt offene Fahrzeuge für ca. 9 Personen die müde Touristen bis hierherauf bringen. Das müssen wir nicht mehr haben, wir gehen runter und nutzen noch schnell die Dusche auf dem Campingplatz, essen ein wenig Wurst und Käse, noch einen Kaffee und los geht’s wieder. Das wunderschöne schmale Strasserl zurück nach Olden. Dort biegen wir ab in Richtung Bykjelo, Skei, Fjaerland. Es geht wunderschön weiter, immer an Seen oder Fjorden entlang. Umgeben von hohen Bergen, die bis ins Wasser reichen, meist sind sie bewaldet geht’s bergauf, bergab…. Dann kommt wieder ein Paß, man denkt er nimmt kein Ende aber plötzlich ist man oben, eine traumhafte Aussicht zwingt zum Stehenbleiben und fotografieren. Dann eine Almlandschaft wie in Österreich und wieder runter zum nächsten Fjord……Tunnels und mal eine Mautstrasse sorgen neben den Fjorden und reissenden, rauschenden Flüssen, für ständige Abwechslung.
Dann sind wir auch schon in „Hella“ an der Fähre. Rüber geht’s nach „Dragsvik“… Nicht viel länger als 10 oder 15 Minuten dauert die Fahrt (80 nkr… also 10 Euro)… billiger als unser Bus zuhause… und wenn man den Ausblick vergleicht würd ich allemal die Fähre vorziehen ;-))

In Dragsvik wäre zwar gleich ein Campingplatz neben der Fähre, allerdings ist die Rezeption nicht besetzt und weil’s bis Balestrand nur 9,5 km sind, beschliessen wir noch bis dorthin zu fahren. Man kann fast rübergreifen, aber: wir müssen eine ganze Bucht ausfahren um rüberzukommen… kurz vorher ein Schild „Eselfjord“ Campingplatz… den nehmen wir, 4 Hüttchen, eine Riieeesenwiese und niemand ausser uns da…. Kleine Betonbottiche, hübsch mit frischen, blühenden Blumen bepflanzt, eins der Hüttchen ist mit WC und Dusche beschriftet, wir schaun rein, geheizt… passt! Wir stellen das Womi ab, stecken den Strom an, funktioniert…. Und schon ist auch der zuständige Wirt mit seinem Auto herzugefahren. Der wohnt in einem dieser winzig Hüttchen… Wir zahlen (140 nkr… 17 euro… duschen kostet überall 10 nkr extra lol) und trinken Kaffee auf der hübschen Holzbank vor unsrem Auto….

Morgen geht’s nach Balestrand und dann zurück zur Fähre mit der rüber nach Vangsnes.


Balestrand
Fähre nach Vangsnes - Fahrt nach Voss

Wir brechen gegen 9.30 h nach einer total durchregneten Nacht bei bewölktem Himmel auf nach Balestrand. Eigentlich haben wir uns gestern gefragt, warum der Reiseführer uns mit der Fähre rüberfahren und dann noch 9,5 km um den Fjord fahren lässt nur um einen kleinen Ort zu besuchen. Als wir heute reinkommen in das Örtchen, wissen wir warum.


 Ein entzückendes Fleckchen Norwegen am sonnigen Sognefjord. Lauter Holzvillen im Schweizerstil, das prachtvolle „Kvikne Hotel


in das ich mich auf Anhieb verliebe und einige der typischen kleinen Kunstläden


in die ich reinmuss, nur um zu schaun was es alles gibt. Von (kitschigen) Aquarellen bis zu wunderhübschen (aber leider unleistbar teuren) Norwegerpullis und Jacken ist alles vertreten. Besonders verliebt bin ich in die Trolle die es überall gibt…
Oberhalb des Coop Marktes in dem wir unsre Brot-Vorräte auffüllen, gibt’s einen Stand alles auch in deutsch beschriftet, in dem hausgemachte Mehlspeisen und alle möglichen Cafe´s verkauft werden. Wir gönnen uns 2 Capuccinos und für mich ein herrlich frisches Croissant und Wolfi isst einen Blaubeer-Käsekuchen, auch hausgemacht. 12 Euro, sind für Norwegen normal für so was.



Wir trödeln ein wenig rum, aber irgendwann müssen wir weiter, obwohls uns hier ganz besonders gut gefällt! Zurück zur Fähre, ein paar Autos warten schon, wir stellen uns an und nach 10 Minuten ist sie auch schon da und wir setzen über nach Vangsnes.

Von da geht’s weiter, gleich wieder steil bergauf, ein gutes Strasserl, schön Platz für 2 Autos.
Was uns hier überall begeistert ist, dass auf jeder Strasse, alle paar Meter eine kleine „Ausweiche“ ist, ein Autobusschild soll wohl darauf hinweisen, dass für PKW UND Bus zuwenig Platz ist. Wir nutzen sie oft um die hinter uns fahrenden vorbeizulassen, dann können wir fahren wie schnell, bzw. wie langsam wir wollen.
Vangsnes ist ein Ort mit ausnehmend hübschen Häusern und einer besonders schönen – leider versperrten Kirche….. also weiter und nach ein paar hundert Metern geht’s wieder rauf , rauf, rauf….. Ausblicke auf den Sognefjord die unbeschreiblich schön sind
Der Sognefjord im Distrikt Sogn im norwegischen Fylke Sogn og Fjordane ist der längste (204 Kilometer) Fjord Europas und gleichzeitig der tiefste (1.308 Meter) der Welt….


An den Aussichtspunkten wird Halt gemacht und fotografiert was das Zeug hält….wir fahren weiter, bis wir am Sognefjordfjell ankommen… eine Landschaft oberhalb der Baumgrenze…. Seen gibt’s hier und Berge bei denen man das Gefühl hat in einer halben Stunde sei man oben, so nahe sind sie…. Wir klettern ein paar Anhöhen hinauf um die andre Seite zu sehen ….


Da gibt’s sogar einen Stausee…. Der erste den wir in Norwegen entdecken, versteckt im Gebirge als würden sie sich schämen der Natur ins Handwerk zu pfuschen.

Dann geht’s wieder runter und weiter Richtung Voss… irgendwann 12 km vor Voss,der "Tvinne Voss" ein Riesenwasserfall auf der rechten Seite. Wir machen halt…. Wirwollen ihn ganz nahe sehen und natürlich fotografieren. 2 Hochzeiten sind auch da  und machen Fotos. Ein wunderschöner Rahmen dafür… 2 Norweger in Tracht und ein Mann in einem Kilt… interessante Gegend ;-)

Dann ist auch schon Voss da, aber da es so heiss ist und wir hungrig und Samstag nach 17 h, verzichten wir auf eine Stadtbesichtigung (so toll und sehenswert sieht´s auch nicht aus) und fahren noch ein kleines Stück Richtung „Geilo“ weiter.. Rechts ein See (what else?) und ein Campingplatz! Paßt, den nehmen wir. Es ist schon 17.30 wir sind müde und hungrig (sagte ich das schon ? *gg) ein wunderbarer Platz, direkt am See…nicht nur wir sind hungrig… eine Meute Wildenten bettelt auch um Futter. Wir teilen eine Semmel mit ihnen. Da es eine super eingerichete Küche mit Mikrowelle gibt, wärmen wir unsre Fertigfutterbehälter gleich auch noch darin. Wenn schon ungesund, dann gleich richtig!!!! Viel wars nicht und besonders gut wars auch nicht, aber mit einem Kaffee und ein paar Keksen hintennach sind wir zufrieden. Wir sitzen direkt am See….. die Sonne steht so hoch wie in Österreich um ca. 14 h… es ist kaum auszuhalten so heiss… ohne Sonnenbrille geht gar nix.

Wolfi probiert den Fernsehapparat in der Küche aus und : Fussballspiel Deutschland – Uruquay… das müssen wir sehen…. Ein netter, englisch sprechender Norweger leistet uns Gesellschaft, erzählt ein bisschen von sich und seinen Kindern, wir sind glücklich noch etwas von der WM sehen zu können.....und Deutschland gewinnt, obwohl sie nicht besonders gut spielen 3:2.

Sonntag 11.7.2010
Fahrt von  Voss übers Hardangervidda nach Geilo

Wir wachen nach 9 h auf *grmpf… wieso schläft man eigentlich im Womi um soviel länger als zuhause?? Nach dem Frühstück machen wir noch einen gemütlichen Spaziergang durch den Wald, der gleich hinter dem Campingplatz liegt.
Dann geht’s los, es ist schon nach 12h durch das Mabodal.  Das Tal bildet den Übergang zwischen dem Fjord Eidfjord und der Hochfläche der Hardangervidda.



Auf wenigen Kilometern fällt das Gelände von 500 Meter Seehöhe auf Meeresniveau. Das Tal ist sehr schmal und wird von steil aufragenden Felswänden eingerahmt. Im oberen Teil des Tales stürzt über eine steile Felswand der dritthöchste Wasserfall Norwegens der Vøringsfossen 145 m in die Tiefe..



Wir fahren gleich wieder über einen Paß uuuahhhh, wieso hat Norwegen nur soooviele hohe Strassen  (wär ja nicht schlimm, aber es gibt so gut wie nirgends Leitschienen und auch kein Bankett) Ist ja schon schlimm genug, noch schlimmer sind die Tunnels…. Da ist schon wieder einer, fast der Schlimmste bisher. Über  7 km lang und sie haben nur Funserl von Lichtern oben in der Mitte und die sind gelb….. keine Mittellinien, keine Leitschienen …. Nicht die schönen betonierten Röhren die wir aus Österreich gewöhnt sind. Aber wir haben Glück. Ein Womo fährt vor uns so können wir mehr sehen. Aber der fährt nicht, der prescht mit fast 90 kmh dahin… wir hintennach… die PKW´s bleiben zurück
Dann sind wir draussen *buddhaseidank…..
Dann geht’s weiter und kurz darauf dirigiert uns das Navi nach rechts, hm, da geht’s aber zur Fähre und zwar only und das gleich auf 5 oder 6 Streifen…… wir beschliessen die Strasse weiterzufahren, schliesslich steht nix im Führer von einer Fähre an dieser Stelle (und normalerweise ist der Baedeker sehr exakt)….ein Richtungspfeil sagt hier geht’s nach „Oslo“ also kann ja wohl nicht viel schief gehen. Allerdings, die Strasse wird noch schmaler und es ist so gut wie null Verkehr…ich hab Zeit in die Karte zu schaun und vermute es geht nach „Ulvik“ …. Oje, das ist die falsche Richtung…. Unsre Navi-Susi will auch schon die ganze Zeit wenden…. Aber hier geht nichts mit „wenden“ wir fahren bis kurz vor den Ort und wenden….. zurück an der Fähre hab ich mittlerweile festgestellt wohin sie gehen muss damit unsre Richtng passt, der Ort heisst Eidfjord (witzigerweise ist aber als wir jetzt aus der Gegenrichtung kommen auch „Geilo“ angeschrieben)… wir fragen das Mädel dort und sie meint es passen alle Streifen aber wir sollten „line 3“ nehmen. Irgendwie haben sie das nach PKW´s mit und ohne Hänger, Lastwägen und Womos eingeteilt.
Bis die Fähre kommt, essen wir ein Stück Wurst und Brot und schon geht’s los. Es geht starker Wind, aber die Fahrt dauert ja wieder nur 10 Minuten ca. (leider) und schon sind wir drüben.
Wir fahren Richtung Geilo weiter und kommen an einem Museum vorbei … total modern aber schön dem Landschaftsbild angepasst, natürlich aus Holz das Gebäude. Weil so viele Autobusse und Womis hier stehen, bleiben wir auch stehen und schaun was es da gibt…. 120 nkr Eintritt pro Person lassen uns aber ein wenig zögern… wir gehen in den Souvenirshop gegenüber und ich setz das Eintrittsgeld um in eine Norwegermütze für mich und Socken für Dorli und Moni.

Geilo ist ein Wintersportort in Norwegen. Er befindet sich in direkter Nachbarschaft des westlich gelegenen Nationalparks Hardangervidda. Er liegt auf etwa 800 Metern Höhe und ist ca. 250 km von der Hauptstadt Oslo entfernt.

Dann geht’s rauf ins Hardangervidda. Die ausgedehnten, wenig Abwechslung bietenden Plateauflächen werden im Norwegischen „Vidda“ genannt. Durch die Hebung Skandinaviens konnten sich von den Rändern der Vidden her, Flüsse in die Hochflächen eintiefen und markante Talzüge gestalten.

Die Strasse steigt (8%)….. und oben erwartet uns eine Landschaft wie auf dem Mond (so stell ich mirs zumindest dort vor)…

endlose Weite von kleinen und grösseren Erhebungen durchsetzt, dazwischen kleine Seen (vermutlich das Schmelzwasser)…. Einsamer geht’s wohl überhaupt nicht mehr. Bedrohlich wirkt diese Gegend. Auch das Wetter passt dazu. Auf die Berge in der Ferne scheint ein wenig die Sonne aber hier hängen tiefe Wolken, es sieht dunkel aus als würd gleich die Nacht hereinbrechen.  Ich will schnell wieder weg hier, bin aber trotzdem total fasziniert von dieser fremdartigen Landschaft. Vereinzelt gibt’s auch hier die kleinen „Hytter“ .. keine Ahnung was die Menschen hier heroben in denen machen. Sie sehen aus als wär nur Platz für einen Herd und ein Bett darin. Wahrscheinlich ist es auch so. (ich muss das mal googlen).

Die Hardangevidda, (9.000 km2 in einer Höhe von 1200-1600 mü.d.M.) die grösste Hochebene Europas ist ein kargloses, baumloses Hochplateau, gesprenkelt mit zahlreichen Seen und weiten Moorflächen sagt Baedeker.
Ganz oben gibt’s ein Hotel, ein hübscher Holzbau und gegenüber eine Erhebung mit einem Holztroll drauf.


Wir gehen rauf und machen Fotos…es macht ja nicht viel Sinn hier auf ein Bergerl zu steigen, denn was man drüben sieht, ist genauso wie das herüben…. Endlose dunkle Weiten, mit ein paar winzigen Büschen…. Kein Baum, kein Gras nur Steine … darüber hängt der Himmel mit seinen dunklen, bedrohlichen Wolken.
Dann geht’s langsam wieder runter…… und auf einmal wird’s wieder freundlicher, die Bäume sind wieder da ! Und wie!!! Rechts und links riesige Wälder…. Und Häuser, keine Hüttchen sondern richtige Holzhäuser in denen Menschen wohnen… wir warten auf „Geilo“ denken das sind die Vororte, aber : unser Navi sagt „sie haben ihr Ziel erreich“ haha… wo ist der Ortskern? Gibt’s nicht, wir haben nur eine Tankstelle, einen Campingplatz und einen Reifenhandel (oder Ähnliches) gesehen aber nichts was einem Ortskern ähneln würde.
Nagut, dann eben nicht, wir beschliessen bis zum nächsten Campingplatz zu fahren und dort zu bleiben.
Nachdem in Norwegen sowieso alle 500 m (leicht übertrieben) einer ist, brauchen wir nicht weit zu fahren. Ein Riesencampingplatz mit wenigen Fahrzeugen, auch keine Dauergäste… aber er sieht sehr hübsch aus… als wir stehen merken wir das neben uns nicht nur ein Fluss läuft, sondern gegenüber auch der Zug lol…. Wir schaun uns in dem riesigen Cafe das Endspiel der Fussball WM an (Spanien Holland…. Spanien gewinnt in der Verlängerung 1:0) und dann ist der Tag auch schon zu Ende.
Wir haben nur mehr 1 Station  und zwar „Gol“, bis dahin sinds 50km und dann noch195 km bis Oslo….. Heute ist aber erst Montag und wir wollten doch erst Freitag zurück nach Schweden ….

Mal schaun was da noch kommt….
Nix wars mit duschen und Haare waschen, der Mistautomat hat zwar die 10 nkr geschluckt, spuckt aber nur kaltes Wasser aus und nach Eiswasser ist mir heute so gar nicht. Also Katzenwäsche und weg…
Jetzt ist es schon wieder 11 h und wir fahren los ….


Montag 12.7.2010-07-13
Fahrt vom Campingplatz Geilo – Honeyvoss – Oslo


Wir folgen weiter der RV 7 Richtung Honeyvoss…. Wissen noch nicht genau ob wir noch mal irgendwo rauf fahren sollen oder doch schon Richtung Schweden. Also fahren wir erst mal los.
Die Gegend ist super, wie überall in Norwegen, Wälder, Wälder, Wälder, überall…. Ständig begleitet von Seen oder Flüssen. Man fährt kaum mal ein paar hundert Meter ohne dass Wasser daneben ist. Schöööön!!!

Dann ein Schild „Stavskirche“ wir fahren rein in das Strasserl wollen uns die Kirche anschaun. Die erste ganz am Anfang unserer Fahrt war ja wunderschön. Die allerdings ist innen leer…. Vielleicht wird sie restauriert? Keine Ahnung… gut dass wir erst geschaut haben bevor wir die 45 nkr pro P. bezahlt haben. Daneben ist ein weisses neues Kircherl ganz entzückend anzuschaun, passt hervorragend in die Landschaft. Leider ist auch diese Tür versperrt. Wollen die hier nicht, dass die Fremden ihre Kirchen anschaun? Komisch


Ein Stückerl weiter noch mal eine Stavskirche… die sieht man super von der Strasse aus. Nochmal ein Versuch. Da erzählt mir die nette Dame in dem Souvenirshop (in dem ich frage wo denn der Zugang zu der Kirche ist) dass man über den Spielplatz muss, die Kirche ein Duplikat von der in Oslo stehenden ist und in privater Hand. Eintritt 90 nkr p.P… Allerdings sieht man dort auch alte Möbel etc… und kriegt einen 15 min. dauernden Film über den Auf bau der Kirche zu sehen. Es ist heiss, wir sind nicht auf soviel Kultur eingestellt und fahren weiter.
Eine Pause auf einem schönene Rastplatz neben dem See, Kaffee und Kuchen und los geht’s wieder…
Hier sind die Campingplätze schon etwas dünner gesät, wenn’s welche gibt, dann sind sie nebender RV 7 und die ist ziemlich stark befahren (auch mit LKW´s). Endlich kommt einer, da muss man über ein Brückerl fahren ist also nicht unmittelbar an der Strasse. Den nehmen wir!!
Reingefahren das Womi neben dem See aufgebaut… traumhafter Blick nur 2 Womos ausser uns sind hier die anderen stehen weiter hinten. Strom angesteckt….. NIX !!! geht nicht. Wolfi probiert ein paar Mal rum, andres Kabel andrer Stecker, umgedreht, nix !
Ich hab mittlerweile Ravioli gemacht die absolut widerlich schmecken, die essen wir schnell dann packen wir wieder zusammen und fahren weiter. Wir fürchten ein wenig, dass vielleicht irgendwas mit der Elektrik nicht stimmt, schliesslich hat der Strom bisher überall funktioniert. Naja, man wird sehen….. Nach einer weiteren Stunde Fahrt (oder warens mehr?) entdeckt Wolfi ein Campingschild das von der Strasse wegweist… wir fahren runter und haben einen wunderbaren Platz, wieder direkt am See, Rezeption wieder unbesetzt mit dem englischen Hinweis, man möge sich doch irgendwohinstellen sie kommen dann schon *gg…. Mit Strom 200 nkr… der ortsübliche Tarif. Passt… wir platzieren uns direkt am See 2 Deutsche stehen schon da mit ihren Wohnwägen und ein Norweger der im Vorzelt sogar eine Ledersitzgarnitur und einen Standventilator stehen hat lol… was die Leute so alles mitschleppen! Es ist 18 h, die Sonne brennt runter wie bei uns um 14 h…. wir ziehen Badezeug an und setzen uns gemütlich raus… Wolfi kriegt Bier (weil er doch so brav gefahren ist *grins)…. Ich strick ein wenig und endlich ist der erste von 20 Teilen für meine Strickdecke fertig. Auf einmal wird mein rechter Knöchel total geschwollen, tut weh, Mist….vielleicht hat mich was gestochen aber man sieht nix… ich schluck ein Antiallergikum (zur Sicheheit, kann ja nie schaden) und leg mich rein, Fuss hochgelagert) wir lesen noch bis 23 h dann ist Nachtruhe angesagt…..

Dienstag 13.7.2010
Fahrt vom Campingplatz vor Oslo – Karlstadt (Schweden)


Schlafen bis um 9… dann versuch ichs wieder mit duschen… die nette Norwegerin die uns um 20.30 gestern besucht hat um zu kassieren wollte mir Duschmarken geben, ich sag ihr ich hab welche (haben sie uns irgendwo angedreht als wir wechseln wollten)… werf eins ein, unten kommt ein andres raus, ich werf auch das ein…. Zieh mich aus, Wasser aufgedreht, KALT !!! EISKALT !!! Daneben steht der Boiler, der ist warm also muss wohl warmes Wasser kommen…. Ich lass laufen –schliesslich dauert es zuhause auch immer bis es kommt- aber hier ist gar nix… na gut dann halt kalt… ich dusche eisig, wasch auch die Haare ---das muss sein ---- und komm drauf, ich hab das Handtuch vergessen im Womo… na suuuuper !!!!!!!!! zum Glück bin ich heut mit dem Bademantel duschen gegangen…. Der saugt ein bissl was auf… das Wasser rinnt mir von den Haaren ins Gesicht, fast hauts mich hin als ich den steile Hang runterklettern muss (in der Nacht hats geschüttet, jetzt ist es bewölkt aber natürlich das Gras total rutschig) um nicht so weit gehen zu müssen… .. aber jedenfalls bin ich jetzt hellwach.

Nun gehtsweiter, wir wollen heute noch über die schwedische Grenze und dort den 2. grossen See anschaut der neben dem Vattern liegt. Vättern (deutsch Vättersee, von altschwedisch vætur für See, Gewässer) ist der zweitgrößte See Schwedens und wird vom Motala ström in die Ostsee entwässert.

Doch heute ist der Vänern (deutsch auch Vänersee)dran. Es ist ein See im Südwesten von Schweden, gelegen zwischen den historischen Provinzen Dalsland, Värmland und Västergötland. Mit einer Fläche von 5.648 km2 ist er der größte See des Landes und nach dem Ladogasee und dem Onegasee (beide in Russland gelegen) der drittgrößte See Europas. Er liegt 44 Meter über dem Meeresspiegel und hat eine mittlere Tiefe von 27 m; seine größte Tiefe beträgt 106 m. Er ist mit einem Volumen von 153 km3 das größte Trinkwasserreservoir Europas. Seine Küstenlinie entspricht ca. 2000 km.

Es sind bis Askim das ist 27 km vor der schwedischen Grenze, ca. 120 km…. Auf der E 16 ist genauso viel Verkehr wie gestern. Je näher wir Oslo kommen umso stärker wird der Wirbel. Es regnet schon die ganze Strecke leicht, was uns den Entschluß Oslo vom Besichtigungsplan zu streichen erleichtert. Endlich sind wir durch…. Obwohl wir fast einen LKW rammen der sich rechts neben uns mit Gewalt vorbeiquetscht obwohl Wolfi ihm schon ständig zeigt, dass wir rüberwollen. Na ist noch mal gut gegangen. Wir sind heilfroh als wir aus Oslo raus sind und endlich auf die W 18 kommen. Da wird’s ruhiger. Die Fahrt geht mitten durch Wälder. Auf allen Seiten nur grün, dazwischen manchmal ein See… aber die werden hier schon viel weniger. Viel Getreide ist hier angebaut. Riiiesige Felder und Gestüte gibt’s… das würd unsrem Dieter gefallen! Ich weiss nicht, wie oft ich die Kinder (!!!) hergewünscht hab in diesem Urlaub weil’s so schön ist überall!  Dann sind wir an der Grenze zu Schweden. Wir haben eine Rechnung da kriegen wir die MWST zurück….und unsre restlichen nkr wollen wir auch wechseln… tun wir auch, wir kriegen skr dafür die wir sofort wieder in Souvenirs eintauschen (Mützen für unsre „Buben“) Es bleiben noch 7 skr übrig lol…. Na das wird ja toll… hoffentlich nehmens an jedem Campingplatz Visa!
Bis Karlstadt sind es ungefähr 110 km… da wollen wir heute hin. Die Landschaft wird flacher „schwedisch“…. Dieselben roten Holzhäuschen mit weissen Fensterläden wie in Norwegen, noch mehr Wald (wenn das überhaupt geht) und wieder auf beiden Seiten ständig Seen…. Ach es ist sooo schön hier überall man möchte gar nicht mehr weg! Ich frag mich seit 2 Wochen wie die Menschen hier mit so wenig Wohnraum auskommen? Sind wir so anspruchsvoll oder die so bescheiden? Die Häuschen sind meist nicht grösser als 40-50 m2….


6,7 km vor Karlstadt ist ein Campingplatz der nicht an der Strasse liegt. Den nehmen wir. Es sind 2…. Ein grosser, ein kleinerer. Wir entscheiden uns für den Kleineren (der immer noch riiiiesig ist)..  Beide liegen sie neben dem „Vänern“ (komisch bei uns heisst jeder See, See lol)


Wir steigen aus, es hört auf zu regnen. Sessel und Tisch raus und ich wärm den Inhalt einer Gulaschdose und koch Fertigspätzle dazu.  Dann können wir endlich mal unsre Fahrräder runternehmen. In Norwegen hätte das nicht viel Sinn gemacht. Dort müssens schon gute Mountainbikes sein wenn man fahren will und Angst vor Autos darf man auch nicht haben. Es gibt wenig Radwege, die fahren alle auf der Strasse. Nix für mich.
Was uns bei den Norwegern aufgefallen ist: sie halten sich genau an die vorgegenen Geschwindigkeiten. Überholen tun sie wenn überhaupt nur sehr, sehr zögerlich und wenn’s wirklich sehr, sehr lange gerade ist. Sie sind bedächtige, vorsichtige, sehr angenehme Autofahrer. Da ist nix von der Hektik auf unsren Strassen zu merken. Hier hat man scheints viel mehr Zeit!

Ich schweife schon wieder ab… eigentlich wollt ich erzählen, dass wir mit den Rädern einen wunderschönen Weg gefahren sind, der knapp neben dem See entlang geht. Feiner Kies, viele Jogger (haben wir in norge überhaupt keine gesehen) und dann ist da anscheinend ein Sportlerheim oder so was…. Daher die Läufer,
die trainieren offensichtlich.
Als unsere Rundfahrt zu Ende ist, fängts wieder an zu nieseln. Wir legen uns rein und lesen bis nach Mitternacht….

Mittwoch 14.7.2010 
Fahrt nach Jönköpping



Ich wach völlig ausserplanmässig um 6 auf und kann nimmer einschlafen… mein Kreuz ist beleidigt (ich auch, ich will noch schlafen)! Um 8 stehen wir auf  und machen Kaffee.

Herrlichstes Wetter und ein supernettes Buch das ich gestern angefangen habe… da kann man natürlich nicht gleich losfahren. Wir frühstücken im Womi weil’s draussen um 8 h noch zu kühl war (kann man sich gar nicht vorstellen, dass es in Österreich 36° hat wie mir Dorli abends erzählt). Dann legen bzw. setzen wir uns in die Sonne, bis kurz nach 12, dann ist mein Buch ausgelesen und wir brechen auf. War richtig gut mal so lange rumzuliegen. Wir fahren rüber zum „Vattern“  runter nach Jönköpping, dort schliesst sich der Kreis.

Wir wollen wieder auf den Campingplatz an dem wir beim Rauffahren waren… ich such die Rechnung raus, find sie auch ziemlich rasch (toll wenn man so eine Ordnung hat!) und nehm an der Ort heisst „HABO“…. Navi kennt ihn wir kommen problemlos hin, bloß hier ist kein Campingplatz. Wir fahren in der Gegend rum…mein lieber Wolfi behauptet, die Strasse die die wir (ich) damals gefahren sind war viiiiel schmäler. Ich sag nein, sie war genauso… ok, wir fahren Richtung Jönköpping.. ich weiss noch, dass ich von der E 6 runter bin, und dann sofort links abgebogen … aber wie diese Stelle finden? Wir kurven mindestens 2 Std. in der Gegend rum bis es mir reicht und ich an einer Tankstelle fragen geh…. Mittlerweile sind wir unterwegs in Richtung E 6 denn von der sind wir damals ja schliesslich gekommen…. Das nette Mädel spricht zwar kein deutsch aber englisch und ist ein wenig verzweifelt als ich ihr den Zettel mit der Adresse hinhalte … aber plötzlich hat sie die Erleuchtung und druckt aus dem Map24 einen Plan aus. Ich bin begeistert! Was für nette Menschen die Schweden doch sein können. (ich behaupt nimmer da ss sie nix tun ausser saufen, das dürfte nur in Mallorca so gewesen sein *grins)!
Und wohin geht’s nun ? Genau dahin wo wir hergekommen sind. Wir haben nur zu schnell aufgegeben …. Hätten noch ca. 3 km weiterfahren (anstatt zurück) müssen und schon hätts geklappt.

Der Grund warum wir auf den Platz wollen ist, dass es dort die absolut tollsten Jacken gab beim Rauffahren…. Natürlich haben wir sie nicht gekauft, wer kauft schon am 2. Campingplatz (ausgerechte am Campingplatz) so was….. in norway haben wir aber beschlossen, sollten wir nochmals diese Dinger finden, kaufen wir sie….
Nur: sie haben ein paar verhungerte Tshirts hängen und sonst nix und behaupten auch niemals Jacken gehabt zu haben…. Ok…. Dann wars ein Traum….jedenfalls haben wir einen Standplatz
Und gehen in ener Std. auf die Elchpirsch… 200 skr pro Person … mal sehen …. Wir fahren mit dem Bus und dann mit einem Traktor und „angeblich“ waren sie bisher immer erfolgreich. Ich bin gespannt…..
Fortsetzung folgt…..

15.7.2010 Fahrt Jönköpping  - Kopenhagen

Wolfi meint, die treiben aus irgendeinem Stall einen Elch raus und zeigen ihn den doofen Touristen (uns!) ... ganz sicher bin ich nicht ob er nicht vielleicht recht hat. Wir fahren los, mit einem Reisebus gehts ca. 10 km bis zu einem schönen, großen, sehr gepflegten Bauernhaus. Dort erwartet uns der Bauer mit einem Riesentraktor mit Anhänger. Auf den dürfen wir aufsteigen und los gehts.... rein in die Wälder Schwedens. Würde man mich dort irgendwo aussetzen, ich schätze die Chance zurück auf eine Strasse zu finden  wäre ziemlich gering.
Wir fahren nicht lange, ca. 10 Min. dann bleibt der Traktor stehen, der Bauer deutet nach links und da steht er. Am Waldrand, ca. 50 m von uns entfernt. Ein Riesenvieh (ca. 800 kg schwer wie uns der Bauer erklärt). Ich hab mein Tele vergessen und könnte heulen. Die Fotos mit normalem Objektiv lassen natürlich sehr zu wünschen übrig. 
Wir fahren weiter und sehen nach kurzer Zeit eine ganze Elchfamilie. Die Tiere stehen ruhig, lassen sich auch durch das Blitzlichtgewitter nicht stören, sie sind offensichtlich daran gewöhnt. Fast 2 Std. fahren wir durch den Wald und immer wieder steht irgendwo Einer. Am Schluss ist es stockdunkel und um 23 h ca. sind wir wieder am Campingplatz.

Am nächsten Morgen gehts gegen 10h  weiter bis Dänemark. Wir haben ziemlich viel Verkehr aber gegen 20 Uhr sind wir irgendwo in der Nähe von Kopenhagen. Nachdem wir von der Autobahn runter sind, fahren wir durch ein paar reizende Dörfer bis wir endlich einen Platz neben einem Kornfeld finden. Wir bleiben stehen, gehen noch ein Stück spazieren, essen was und schlafen bald ein.


16.7.2010 Fahrt Kopenhagen - Berlin

Ich schlaf ziemlich schlecht, wach früh auf.... offensichtlich fehlt mir die Sicherheit des Campingplatzes obwohl es auf unsrem Standplatz absolut ruhig und friedlich ist. Nach dem Frühstück fahren wir los.... Es ist megamässig viel Verkehr wie anscheinend immer durch Dänemark. Wir wechseln alle 200 oder 300 km mit dem Fahren ab. Es ist Freitag und wir kommen gegen 15.30 h nach Berlin. Ich bin mit Fahren dran und denke das schaff ich locker. Nach Kleinmachnow reinzufahren ist von Linz aus absolut kein Problem. 

Leider wars aus unsrer Richtung ein bisschen anders. 38 km darf ich mich im ärgsten Stossverkehr durch Berlin kämpfen. Tunnels, Spurwechsel ohne Ende und vier völlig verstopfte Spuren mit genervten Autofahrern. Es hat 39° im Schatten, ein Traum. Ich bin schweißgebadet, aber ich schaffs ohne einen Kratzer bis zum Karl.

Endlich sind wir dort, es ist wie in der Wüste, glühendheiss aber drinnen läuft die Aircondition und wir können duschen und uns abkühlen. Elisabeth verwöhnt uns mit einem wunderbaren Essen.... das Erste seit 3 Wochen was gut und hausgemacht schmeckt!  Wir sitzen kurz draussen im Garten, flüchten aber bald vor den vielen Gelsen und gehen gegen 23 h schlafen ins Womo....ganz schön warm da drin, aber wir sind so müd, daß wir bald einschlafen.

17.7. Berlin - Traun

Eigentlich wollten wir 2 - 3 Tage in Berlin bleiben und mit Charly und Elisabeth ein paar Ausflüge in der Gegend machen aber am Morgen schüttet es wie aus Kübeln und der Wetterbericht meldet nichts besseres für die nächsten Tage. Also machen wir uns gegen 9 h auf den Weg nach Hause.

Gegen 20 h haben wirs geschafft und sind da. Dieter, Moni und die Hundis erwarten uns schon und wir sind froh, nach 6.500 km den Heimathafen ohne irgendwelche Probleme wieder erreicht zu haben.

Montag, 26. April 2010

Sorano

Mittwoch 14.4.2010

Abfahrt 9.45 (wir schaffens einfach nicht früher) Richtung Sovana. Dort gibt’s leider keine Einfahrt für Womos, also fahren wir weiter nach Sorano. 20 km über eine irre Paßstrasse die ganz schmal ist und ständig bergauf geht (na klar, sonst wärs ja keine Paßstrasse) Schafe, Hügel so grün wie es sie normal nicht gibt, eine Wahnsinns-Aussicht auf beiden Seiten. Ich fotografiere und fotografiere…… dann, eine größere Strasse, noch 14 km und dann sehen wir es:


Im Süden der Toskana im äussersten Osten der Hochmaremma liegt es am Hang eines Tuffsteinhügels über dem Fluß Lente.
Schon sein erster Anblick macht mich sprachlos. Es klebt am Hügel, wie ein riesiges Vogelnest, unbeschreiblich, beeindruckend und imposant. Die malerischen engen Gässchen, die unzähligen Stufen die reizenden Tavernen (mit wunderbaren Bruscettas und unvorstellbaren Preisen Wein, 1 lt. Mineralwasser und 2 Brusc. 8,--). Wir können uns fast nicht mehr trennen von dem Ort, aber wir wollen weiter.
Um 14 h wir fahren Richtung Pitigliano. Die Batterie vom Fotoapparat ist leer….. oder fast leer, sie leuchtet jedenfalls beängstigend rot und zeigt : ich brauch Strom. Das Ladegerät /ital. „caricabatteria wie mir Dieter sagt, liegt zuhause. Aus einem unerfindlichen Grund, dacht ich wenn ich zuhause monatelang Fotos für den food blog machen kann, dann muss das doch auch im Urlaub funktionieren. Nur food Fotos mach ich nur einmal täglich und nicht hunderte in 3 Tagen *heul… also, ich werd nach einer caricabatteria suchen, viel Hoffnung hab ich hier allerdings nicht (mit gutem Grund wie sich noch rausstellen wird).
Irgendwo auf der Autostrada müssen wir tanken, ich nutz die Zeit und steig aus um bei einem Obst- und Gemüsestand Frischfutter nachzukaufen. Ich will grüne Bohnen die wirklich super ausschaun und 2 Orangen….

Ragazzo dreht mir auch noch „dolce fragola“ an … ich sag „si, si“ und pack sie ein, wohl wissend dass er mich mit 10,-- übers Ohr gehauen hat, aber was solls. Sie schmecken nicht so überragend wie er mir verklickern wollte, gewinnen aber gegen unsre H…. und L…. Erdbeeren haushoch! Aber nicht genug damit, auch einen Sack "original toskanischen Büffelmozarella" (der wie sich im Nachhinein herausstellt, wirklich hervorragend schmeckt!) krieg ich dazu.

der erste Blick auf Sorano


 der Ausblick aus der Pizzeria